Content mit KI erstellen: Chancen, Grenzen und worauf Unternehmen achten sollten
Künstliche Intelligenz hat die Art und Weise, wie Content entsteht, grundlegend verändert. Texte lassen sich innerhalb weniger Sekunden formulieren, Bilder generieren, Ideen entwickeln und bestehende Inhalte für verschiedene Plattformen anpassen. Was früher mehrere Stunden Arbeit bedeutet hat, kann heute teilweise deutlich schneller umgesetzt werden. Gerade für Unternehmen klingt das zunächst vielversprechend. Schließlich steigt der Bedarf an Content kontinuierlich, während Zeit, Budget und personelle Ressourcen häufig begrenzt sind.
Doch nur weil sich Content mithilfe von KI schneller erstellen lässt, wird daraus nicht automatisch guter Content. Gerade auf Social Media kann diese Effizienz jedoch schnell zum Fallstrick werden. Wer Inhalte hauptsächlich mit dem Ziel produziert, schneller und häufiger zu veröffentlichen, riskiert austauschbaren Content ohne klare Markenidentität. KI kennt weder die eigenen Erfahrungen eines Unternehmens noch seine Zielgruppe oder den Kontext einer konkreten Situation automatisch. Hinzu kommt, dass generierte Inhalte zwar überzeugend wirken können, aber nicht zwangsläufig korrekt, relevant oder authentisch sind. Gerade dort, wo Social Media von Persönlichkeit, Nähe und echten Einblicken lebt, stößt rein KI-generierter Content deshalb schnell an Grenzen. Erfolgreiche Kommunikation lebt nicht allein von Effizienz. Sie muss zur Marke passen, die richtige Zielgruppe ansprechen, eine klare Botschaft vermitteln und im besten Fall etwas auslösen. Genau deshalb stellt sich für Unternehmen zunehmend die Frage: Wann ist KI-generierter Content sinnvoll und wann braucht es weiterhin menschliche Kreativität und Expertise? Die Antwort liegt weniger in einem „Entweder-oder“ als vielmehr im richtigen Zusammenspiel.

Das Wichtigste in Kürze
KI kann die Content-Produktion deutlich effizienter machen. Besonders bei Ideenfindung, Recherche, Strukturierung, ersten Entwürfen, Varianten und der Adaption bestehender Inhalte kann sie Unternehmen unterstützen.
KI-generierter Content ist nicht automatisch guter Content. Ohne klare Vorgaben zu Zielgruppe, Positionierung, Tonalität und Kommunikationsziel können Inhalte schnell generisch und austauschbar wirken.
Authentizität lässt sich nicht einfach generieren. KI kann Inhalte überzeugend aufbereiten, besitzt aber keine eigenen Erfahrungen oder persönlichen Perspektiven. Gerade auf Social Media sind echte Geschichten, Einblicke und Erlebnisse wichtig, um Nähe und Glaubwürdigkeit zu vermitteln.
Menschliche Expertise bleibt entscheidend. Markenverständnis, eigene Erfahrungen, strategische Einordnung und kreative Entscheidungen lassen sich nicht einfach an eine KI auslagern.
KI-Inhalte benötigen eine Qualitätskontrolle. Fakten, Quellen, fachliche Aussagen, Markenfit sowie mögliche rechtliche und ethische Risiken sollten vor der Veröffentlichung geprüft werden.
Nicht jeder Content sollte KI-generiert sein. Gerade echte Fotos, persönliche Videos, Interviews und Einblicke in den Unternehmensalltag können auf Social Media mehr Nähe und Authentizität vermitteln.
Am stärksten ist die Kombination aus Mensch und KI. Unternehmen profitieren vor allem dann, wenn KI gezielt einzelne Arbeitsschritte unterstützt, während Strategie, Bewertung und finale Entscheidungen beim Menschen bleiben.
KI-generierter Content vs. KI- unterstützter Content
Unter KI-Content versteht man Inhalte, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt oder bearbeitet werden. Das können Texte, Bilder und Videos ebenso sein wie Ideen, Konzepte oder Varianten bereits bestehender Inhalte. Im Social Media Marketing kann KI beispielsweise bei der Entwicklung von Themenideen, der Erstellung erster Textentwürfe oder der Formulierung unterschiedlicher Headlines und Hooks unterstützen. Auch bestehender Content lässt sich mithilfe von KI für unterschiedliche Plattformen oder Zielgruppen adaptieren. Dabei ist eine wichtige Unterscheidung notwendig: KI-generierter Content ist nicht automatisch dasselbe wie KI-unterstützter Content. Während Inhalte vollständig durch eine KI erstellt und teilweise nahezu unverändert übernommen werden können, lässt sich KI ebenso als Werkzeug innerhalb eines menschlich gesteuerten Kreativprozesses einsetzen. Sie liefert dann beispielsweise Ideen oder Entwürfe, während Auswahl, Weiterentwicklung und finale Ausarbeitung weiterhin durch Menschen erfolgen. Diese Unterscheidung ist entscheidend. Denn der Mehrwert von KI liegt häufig nicht darin, die gesamte Content-Produktion zu übernehmen, sondern einzelne Arbeitsschritte effizienter zu gestalten.
Welche Vorteile bietet KI bei der Content-Produktion?
Richtig eingesetzt kann künstliche Intelligenz die tägliche Content-Arbeit deutlich erleichtern. Vor allem dort, wo viele Ideen, Varianten oder wiederkehrende Aufgaben gefragt sind, entstehen neue Möglichkeiten.
Geschwindigkeit und Effizienz
Einer der offensichtlichsten Vorteile ist die Geschwindigkeit. Erste Ideen, Gliederungen oder Textentwürfe lassen sich innerhalb kürzester Zeit erstellen. Das bedeutet nicht, dass das Ergebnis direkt veröffentlicht werden sollte. Es kann aber eine Grundlage schaffen, auf der wesentlich schneller weitergearbeitet werden kann. Statt vor einem leeren Dokument zu sitzen, beginnt der kreative Prozess bereits mit einem ersten Ansatz.
Unterstützung bei der Ideenfindung
Regelmäßig neue Content-Ideen zu entwickeln, gehört zu den größten Herausforderungen im Social Media Marketing. KI kann hier als Sparringspartner dienen und in kurzer Zeit neue Blickwinkel, Fragestellungen oder mögliche Formate vorschlagen. Aber: Ideenfindung ist nicht gleich Kreativität. KI orientiert sich an bestehenden Mustern und kann dadurch schnell Vorschläge liefern, die naheliegend oder bereits bekannt sind. Wirklich individuelle Ideen entstehen dagegen häufig aus eigenen Erfahrungen, ungewöhnlichen Verknüpfungen, einem tiefen Verständnis der Marke oder aktuellen Beobachtungen. Gerade wenn Content überraschen und sich von anderen Marken abheben soll, bleibt menschliche Kreativität unersetzbar.
Skalierbarkeit
Ein weiterer Vorteil liegt in der Möglichkeit, bestehende Inhalte effizient weiterzuentwickeln. Aus einem ausführlichen Fachartikel können beispielsweise mehrere LinkedIn-Beiträge, ein Karussell, ein Reel-Skript oder verschiedene kurze Social-Media-Texte entstehen. Auch unterschiedliche Varianten einer Botschaft lassen sich schneller entwickeln. KI kann damit helfen, vorhandene Inhalte besser zu nutzen, anstatt für jeden Kanal immer wieder bei null anzufangen. Allerdings ist Weiterverwertung nicht automatisch Weiterentwicklung. KI orientiert sich stark am vorhandenen Ausgangsmaterial und bestehenden Mustern. Manchmal braucht es jedoch genau den Schritt heraus aus diesen Mustern, um einen Inhalt kreativ auf die nächste Stufe zu bringen. Ein neuer Blickwinkel, ein unerwartetes Format oder eine völlig andere Herangehensweise entsteht häufig erst dann, wenn bestehende Ansätze bewusst hinterfragt und neu gedacht werden. KI kann die Skalierung und Adaption von Content zwar effizient unterstützen, für den kreativen Sprung in die nächste Iteration bleibt menschliches Out-of-the-Box-Denken jedoch besonders unverzichtbar.
Mehr Raum für andere Aufgaben
Der vielleicht spannendste Vorteil liegt jedoch nicht darin, möglichst viel Content automatisch produzieren zu lassen, sondern wiederkehrende oder zeitintensive Arbeitsschritte effizienter zu gestalten. Dadurch entsteht mehr Raum für die Aufgaben, bei denen menschliche Expertise besonders wichtig ist: Strategie, Konzeption, kreative Ideen, Austausch mit Kunden oder die Weiterentwicklung der Marke. KI kann also nicht nur die Content-Produktion beschleunigen, sondern im besten Fall Ressourcen für qualitativ wertvollere Arbeit freisetzen.
Wo liegen die Grenzen von KI-generiertem Content?
Die Geschwindigkeit, mit der man KI-Inhalte produzieren kann, macht es verlockend, möglichst viele Arbeitsschritte zu automatisieren. Genau hier liegt jedoch auch eine der größten Herausforderungen: KI kann überzeugend formulieren und bestehende Muster sehr gut aufgreifen. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass ein Inhalt relevant, richtig oder individuell ist.
KI kennt die Marke nicht automatisch
Eine starke Marke besteht aus weit mehr als Farben, Logos und einigen Informationen auf einer Website. Sie hat eine Haltung, eine eigene Sprache, Erfahrungen, Werte und eine bestimmte Art, mit ihrer Zielgruppe zu kommunizieren. Eine KI kennt diesen Kontext zunächst nicht.Je besser Informationen über Positionierung, Zielgruppe, Tonalität und Kommunikationsziele bereitgestellt werden, desto passender können die Ergebnisse werden. Trotzdem braucht es jemanden, der beurteilen kann, ob ein Inhalt tatsächlich zur Marke passt.
Content kann schnell austauschbar wirken
KI arbeitet auf Basis bestehender Muster. Das ist bei vielen Aufgaben hilfreich, kann aber dazu führen, dass Inhalte generisch wirken.Gerade wenn sehr allgemeine Eingaben verwendet und Ergebnisse nahezu unverändert übernommen werden, entstehen schnell Texte, die zwar professionell klingen, aber genauso gut von zahlreichen anderen Unternehmen stammen könnten. Für Marken wird deshalb eine andere Frage immer wichtiger: Was können wir erzählen, was nicht jeder andere erzählen kann? Eigene Erfahrungen, Kundenprojekte, Meinungen, interne Einblicke und echte Geschichten lassen sich nicht durch einen generischen Prompt ersetzen.
Authentizität lässt sich nicht einfach generieren
Social Media lebt von Menschen, Perspektiven und echten Erlebnissen. Ein Blick hinter die Kulissen, die Erfahrung eines Mitarbeitenden oder die Erkenntnisse aus einem realen Kundenprojekt besitzen einen Kontext, den eine KI nicht selbst erlebt hat. Sie kann dabei helfen, diese Geschichten aufzubereiten. Die Geschichte selbst muss jedoch irgendwo herkommen. Gerade für Unternehmen, die Vertrauen aufbauen oder ihre Arbeitgebermarke stärken möchten, bleibt authentischer Content deshalb besonders wichtig.
Inhalte können Fehler enthalten
KI-Sprachmodelle erzeugen ihre Antworten auf Basis statistischer Wahrscheinlichkeiten und formulieren dabei, welche Inhalte im jeweiligen Kontext am plausibelsten erscheinen. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass diese auch faktisch korrekt sind. So kann es vorkommen, dass eine KI falsche Informationen, nicht existierende Quellen oder vermeintliche Fakten überzeugend und selbstsicher präsentiert – ein Phänomen, das als „Halluzination“ bezeichnet wird. Zahlen, Studien, Quellen und fachliche Aussagen sollten deshalb niemals ungeprüft übernommen werden, nur weil sie plausibel klingen. Gerade bei faktenbasiertem Content ist eine sorgfältige menschliche Prüfung und Verifizierung der verwendeten Informationen unverzichtbar. Je sensibler oder fachlicher ein Thema ist, desto wichtiger wird die menschliche Qualitätskontrolle.
Rechtliche und ethische Fragen müssen berücksichtigt werden
Auch rechtliche Aspekte spielen beim Einsatz von KI eine Rolle. Je nach Inhalt können unter anderem Datenschutz, Urheberrecht, Persönlichkeitsrechte oder Kennzeichnungspflichten relevant werden. Besonders bei generierten Bildern, Stimmen, Personen oder Inhalten auf Basis fremden Materials sollten Unternehmen genau prüfen, was sie veröffentlichen und welche Vorgaben dabei gelten.
Was zeichnet menschlich erstellten Content aus?
Die Grenzen von KI bedeuten im Umkehrschluss nicht, dass menschlich erstellter Content automatisch hochwertig ist. Ein schlecht konzipierter Beitrag wird nicht dadurch besser, dass ein Mensch ihn geschrieben hat. Der entscheidende Unterschied liegt vielmehr im Kontext. Menschen können Erfahrungen einordnen, Stimmungen wahrnehmen, unterschiedliche Interessen gegeneinander abwägen und verstehen, warum eine bestimmte Botschaft für eine Marke gerade wichtig ist. Vor allem bei strategischen und kreativen Entscheidungen spielt dieses Verständnis eine entscheidende Rolle.
Markenverständnis
Wer regelmäßig mit einer Marke arbeitet, entwickelt ein Gefühl dafür, welche Ideen funktionieren und welche zwar Aufmerksamkeit erzeugen könnten, aber nicht zur Positionierung passen. Dieses Verständnis entsteht mit der Zeit und geht weit über einzelne Brand Guidelines hinaus.
Eigene Erfahrungen und Perspektiven
Unternehmen besitzen etwas, das KI nicht selbst erzeugen kann: eigene Erfahrungen. Kundenprojekte, Herausforderungen, Fehler, Erfolge, interne Diskussionen oder Fachwissen machen Content individuell. Genau diese Inhalte können dazu beitragen, dass eine Marke nicht austauschbar wirkt.
Strategische Einordnung
Nicht jeder Beitrag muss maximale Reichweite erzielen. Manche Inhalte sollen Vertrauen schaffen, andere Expertise vermitteln, Bewerber erreichen oder ein Produkt erklären. Menschen können einzelne Maßnahmen in einen größeren strategischen Zusammenhang einordnen und bewusst entscheiden, welche Botschaft zu welchem Zeitpunkt sinnvoll ist.
KI-generierter Content vs. menschlicher Content im Vergleich
Einen eindeutigen Gewinner gibt es nicht. KI ist besonders stark, wenn Geschwindigkeit, Varianten oder Unterstützung gefragt sind. Menschliche Expertise gewinnt dort an Bedeutung, wo Kontext, Markenverständnis, Erfahrung und strategische Entscheidungen gefragt sind. Beide Ansätze haben ihre Stärken und Schwächen. Welche Form der Content-Produktion sinnvoll ist, hängt deshalb stark vom jeweiligen Anwendungsfall ab.
Mensch oder KI? Die Kombination macht den Unterschied
Die entscheidende Frage für Unternehmen sollte deshalb nicht lauten: „Sollten wir unseren Content mit KI oder selbst erstellen?“ Sinnvoller ist die Frage: „An welchen Stellen unseres Content-Prozesses kann KI uns unterstützen, ohne dass Qualität, Individualität und Markenidentität verloren gehen?“
Ein sinnvoller Prozess bei der Nutzung von KI könnte beispielsweise so aussehen:
Der Mensch gibt die Richtung vor
Bevor KI in die Content-Produktion eingebunden wird, muss klar sein, welches Ziel ein Inhalt verfolgt, wen er erreichen soll und welche Botschaft vermittelt werden soll. Auch Tonalität, Positionierung und der kommunikative Rahmen sollten bereits feststehen. Die KI arbeitet dann nicht ins Blaue hinein, sondern innerhalb eines klar definierten Rahmens.
KI unterstützt bei der Ausarbeitung
Auf dieser Basis kann die KI ihre Stärken gezielt ausspielen. Sie kann beispielsweise bei der Recherche unterstützen, Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten, Ideen weiterentwickeln, erste Strukturen erstellen oder verschiedene Varianten einer Botschaft formulieren. Auch bei der Adaption bestehender Inhalte kann sie wertvoll sein: Aus einem ausführlichen Fachbeitrag können beispielsweise Ansätze für einen LinkedIn-Post, ein Karussell oder ein kurzes Video-Skript entstehen.
Der Mensch trifft die Entscheidungen
Nicht jede generierte Idee passt zur Marke und nicht jeder gut formulierte Text ist automatisch relevant. Es braucht weiterhin Menschen, die Ergebnisse einordnen, auswählen und weiterentwickeln. Sie ergänzen eigene Erfahrungen, Fachwissen und konkrete Beispiele und entscheiden bewusst, was veröffentlicht wird und was nicht.
Vor der Veröffentlichung folgt die Qualitätskontrolle
Besonders wichtig ist deshalb auch die abschließende Qualitätskontrolle. Fakten und Quellen müssen überprüft, Formulierungen hinterfragt und Inhalte auf Tonalität, Markenfit und mögliche rechtliche Risiken geprüft werden. Das Ziel sollte nicht sein, einen KI-generierten Entwurf möglichst schnell zu veröffentlichen, sondern die Technologie dort einzusetzen, wo sie den Arbeitsprozess tatsächlich verbessert.
Authentizität entsteht nicht immer am Schreibtisch
Gerade bei der eigentlichen Content Creation sollte KI nicht automatisch die erste Wahl sein. Ein vollständig KI-generiertes Bild kann visuell perfekt aussehen und ein künstlich erstelltes Video technisch überzeugen. Trotzdem bedeutet das nicht, dass dieser Content bei der Zielgruppe die gleiche Wirkung erzielt wie eine echte Aufnahme. Denn besonders auf Social Media spielen Nähe, Persönlichkeit und Glaubwürdigkeit eine wichtige Rolle. Ein spontan aufgenommenes Video aus dem Arbeitsalltag, ein echtes Foto des Teams oder ein authentischer Einblick hinter die Kulissen ist vielleicht nicht bis ins kleinste Detail perfekt produziert, vermittelt dafür aber etwas, das sich nur schwer künstlich erzeugen lässt: einen echten Eindruck vom Unternehmen und den Menschen dahinter. Das bedeutet nicht, dass KI-generierter visueller Content grundsätzlich weniger wertvoll ist. Im Gegenteil: Für bestimmte Kampagnen, kreative Konzepte oder visuelle Ideen eröffnet KI Möglichkeiten, die mit klassischer Produktion nur mit deutlich höherem Aufwand realisierbar wären. Entscheidend ist vielmehr, nicht jeden Inhalt mit demselben Ansatz zu produzieren. Eine sinnvolle Content-Strategie kann deshalb ganz bewusst verschiedene Formen miteinander verbinden. Während echte Fotos, persönliche Videos, Interviews oder Einblicke in den Unternehmensalltag für Authentizität und Vertrauen sorgen, kann KI dort eingesetzt werden, wo neue visuelle Welten geschaffen, Ideen weitergedacht oder Produktionsprozesse effizienter gestaltet werden sollen. Die Mischung macht also den Unterschied. Nicht jeder Content muss KI-generiert sein aber genauso wenig muss auf KI verzichtet werden, nur um authentisch zu wirken. Entscheidend ist, für jeden Inhalt zu überlegen, welche Form der Erstellung die gewünschte Botschaft am glaubwürdigsten und wirkungsvollsten transportiert.
Fazit: Guter Content ist keine Frage von Mensch oder KI
KI verändert die Content-Produktion und bietet Unternehmen zahlreiche Möglichkeiten, schneller und effizienter zu arbeiten. Sie kann Ideen liefern, Arbeitsschritte vereinfachen und dabei helfen, bestehende Inhalte besser zu nutzen. Gleichzeitig bleibt die Qualität eines Beitrags davon abhängig, ob er relevant, glaubwürdig und passend zur Marke ist. Unsere Erfahrung zeigt dabei einen deutlichen Unterschied zwischen KI-generiertem und menschlich erstelltem Content: In unseren Projekten performt rein KI-generierter Content teilweise bis zu doppelt so schlecht wie vergleichbarer menschlich erstellter Content. Insbesondere, wenn es um Branding oder Abverkauf geht. Ein möglicher Grund dafür: Menschen reagieren auf Menschen. Echte Gesichter, Erfahrungen, Emotionen und Perspektiven schaffen eine Form von Nähe, die sich künstlich nur schwer reproduzieren lässt. Hinzu kommt, dass Nutzer zunehmend ein Gespür dafür entwickeln, welche Inhalte KI-generiert wirken. Wird eine Marke überwiegend mit austauschbaren oder offensichtlich künstlich erzeugten Inhalten wahrgenommen, kann das nicht nur die Performance einzelner Beiträge beeinflussen, sondern langfristig auch die Markenwahrnehmung und Glaubwürdigkeit beeinträchtigen.
Für Unternehmen liegt die größte Chance deshalb nicht darin, menschlich erstellten Content vollständig durch KI zu ersetzen. Vielmehr geht es darum, herauszufinden, welche Aufgaben sinnvoll durch KI unterstützt werden können und an welchen Stellen menschliche Kreativität, Erfahrung und Authentizität den entscheidenden Unterschied machen. Wer beide Stärken miteinander verbindet, kann effizienter arbeiten, ohne die eigene Identität aus den Augen zu verlieren. KI wird damit nicht zum Ersatz für gute Content-Arbeit, sondern zu einem Werkzeug, das sie an den richtigen Stellen unterstützen und verbessern kann.
Du möchtest KI sinnvoll in deine Content-Produktion integrieren, ohne dabei Qualität und Markenidentität aus den Augen zu verlieren?
Wir unterstützen dich dabei, eine Content-Strategie zu entwickeln, die Technologie und kreative Expertise sinnvoll verbindet
FAQ
Was ist KI-generierter Content?
Als KI-generierter Content werden Inhalte bezeichnet, die mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt werden. Dazu können Texte, Bilder, Videos, Audios, Ideen oder andere Content-Formate gehören. Dabei kann KI entweder den gesamten Inhalt generieren oder lediglich einzelne Schritte der Content-Produktion unterstützen.
Welche Vorteile bietet KI bei der Content-Erstellung im Social Media Marketing?
KI kann Content-Prozesse vor allem schneller und effizienter machen. Sie unterstützt beispielsweise bei der Ideenfindung, Recherche, Strukturierung, Erstellung erster Entwürfe oder Entwicklung verschiedener Textvarianten. Auch bestehende Inhalte können mithilfe von KI leichter für unterschiedliche Plattformen und Formate adaptiert werden. Dadurch bleibt mehr Zeit für strategische und kreative Aufgaben.
Welche Nachteile hat KI-generierter Content im Social Media Marketing?
Werden KI-generierte Inhalte ohne ausreichende menschliche Bearbeitung übernommen, können sie generisch, unpersönlich oder austauschbar wirken. Darüber hinaus können KI-Systeme falsche Informationen oder nicht existierende Quellen ausgeben. Auch Markenidentität, Kontext und eigene Erfahrungen eines Unternehmens werden nicht automatisch berücksichtigt. Eine menschliche Prüfung bleibt deshalb wichtig.
Kann KI-generierter Content Fehler enthalten?
Ja. KI-Sprachmodelle können sachlich falsche Informationen erzeugen und diese trotzdem überzeugend formulieren. Dieses Phänomen wird häufig als Halluzination bezeichnet. Insbesondere Zahlen, Studien, Quellen und fachliche Aussagen sollten deshalb vor einer Veröffentlichung anhand verlässlicher Quellen überprüft werden.
Ist KI-generierter Content gut für Social Media geeignet?
KI-generierter Content kann für Social Media sinnvoll sein, sollte jedoch gezielt eingesetzt werden. KI eignet sich beispielsweise für Ideen, Textentwürfe, Varianten, Visualisierungen oder die Adaption vorhandener Inhalte. Bei Content, der Nähe, Persönlichkeit und Vertrauen schaffen soll, können echte Fotos, Videos, Interviews und Einblicke aus dem Unternehmen jedoch wirkungsvoller sein. Eine Kombination verschiedener Content-Arten ist daher häufig sinnvoll.
Kann KI menschliche Content Creator ersetzen?
KI kann zahlreiche Aufgaben in der Content-Produktion unterstützen oder beschleunigen, ersetzt jedoch nicht automatisch menschliche Kreativität und Expertise. Vor allem Markenverständnis, strategische Entscheidungen, persönliche Erfahrungen, kultureller Kontext und die Bewertung von Ideen erfordern weiterhin menschliche Einordnung. Sinnvoller ist es daher, KI als Werkzeug innerhalb eines professionellen Content-Prozesses zu betrachten.
Wie können Unternehmen KI sinnvoll für die Content-Erstellung nutzen?
Unternehmen sollten zunächst Strategie, Zielgruppe, Positionierung, Tonalität und Kommunikationsziele festlegen. Anschließend kann KI gezielt bei einzelnen Arbeitsschritten wie Recherche, Brainstorming, Strukturierung, Entwürfen oder Content-Adaptionen unterstützen. Die Ergebnisse sollten anschließend von Menschen bewertet, weiterentwickelt und vor der Veröffentlichung geprüft werden.
Muss KI-generierter Content gekennzeichnet werden?
Ob eine Kennzeichnung erforderlich ist, hängt von der Art des Inhalts, seinem Einsatzgebiet und den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben ab. Besonders bei KI-generierten oder manipulierten Bildern, Videos, Stimmen und realistisch dargestellten Personen können zusätzliche Anforderungen gelten. Unternehmen sollten deshalb vor der Veröffentlichung prüfen, welche Vorgaben für den konkreten Anwendungsfall gelten.

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